Der Kranich als Friedenssymbol

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Gedenkveranstaltung zum 82. Jahrestag

der Pogromnacht vom 9./10. Nov. 1938
gegen jüdische Mitbürger

    Montag, den 9. November 2020, 17:00 Uhr
    auf dem 'Jacob-Wolff-Platz' in Aumund

Sperrung der Aumunder Synagoge

SA-Absperrung beim Brand der Synagoge in Vegesack am 10. Nov. 1938


Im Dezember 1942 verstarb Jacob Wolff, der letzte Vorsteher der Jüdischen Gemeinde für Vegesack und Umgebung, an den Folgen seiner Haft im Konzentrationslager Theresienstadt. Wie er wurden über 70 jüdische Mitbürger aus Bremen-Nord während der NS-Gewaltherrschaft ermordet oder starben an den Folgen der Haftbedingungen.

Am 8. November 2005 wurde der Platz vor der Gedenkstätte in Aumund 'Jacob-Wolff-Platz' benannt. Die Gedenkstätte auf dem Platz wurde 2009 von der Bildhauerin Clarissa Dietrich mit drei Bronzeelementen erweitert, die sich auf die Schlagstellen in der Gedenktafel beziehen.

16h00       Gedenkgottesdienst in der Evangelischen Kirche Alt-Aumund
17:00        Wortbeiträge am Jacob-Wolff-Platz
                Gerd Meyer                  Projekt Internationale Friedensschule Bremen
                Torsten Bullmahn          Beirat / Ortsamt Vegesack
                Pastor Jan Lammert      Evangelische Kirchengemeinde Alt-Aumund

Am Ende der Gedenkveranstaltung (ca.17h45) werden die Namen der ermordeten Bürger jüdischen Glaubens von Schülerinnen der Oberschule Lesum verlesen. Danach kann die vom Bremer Lehrer Rolf Rübsam gestaltete Ausstellung zur Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde  in Vegesack besucht werden (im benachbarten Gemeindehaus der evgl. Gemeinde Alt-Aumund)

Gesundheitschutzhinweise

Für die Veranstaltung gelten die öffentlichen Regeln für den Hygieneschutz
in der Corona-Pandemie:
Maskenpflicht /1,5 M Abstand der Teilnehmer/Hinweise Nies- und Hustenschutz
Desinfektionsspray ist vor Ort‘ vorhanden



Neuerscheinung!

Umschlag

Karsten Ellebrecht

»Ihr habt hier keinen Namen mehr!«

Die Geschichte des KZ-Außenlagers Bremen-Blumenthal

Hardcover, 288 Seiten, 59 farbige Abb.
16,5 x 23 cm
ISBN 978-3-95494-227-5
16,90 Euro

Jetzt erhältlich im Buchhandel oder
order@edition-falkenberg.de






Auf einem Parkgelände in Bremen-Blumenthal entstand 1944 ein Außenlager des Hamburger KZs Neu­engamme. Die aus ihrer Heimat verschleppten ausländischen Häftlinge mussten in Gebäuden der benach­barten Wollkämmerei, auf der Krupp-Werft in Bremen-Stadt und beim Bauprojekt des U-Boot-Bunkers »Valentin« arbeiten. Wie kann die Geschichte des KZ Blumenthal geschrieben werden? Die wichtigsten NS-Dokumente wurden bei Kriegsende vernichtet. Jedoch: Verbleibende Unterlagen und die Schilderungen der überlebenden Häftlinge geben einen Einblick in die Geschehnisse der Jahre 1944/45.
Das vorliegende Buch bewertet mit fragender Empathie und dem abwägenden Blick des Historikers die vorhandenen Dokumente und schildert einen Lager-Kosmos, in dem die Häftlinge systematisch ausgebeutet und terrorisiert wurden.

Kontakt:

Linda Falkenberg l Edition Falkenberg l Tel. 0172-4158625 l info@edition-falkenberg.de

www.edition-falkenberg.de


Stolpersteinverlegung für Karl Wastl

Der Künstler Gunter Demnig aus Köln  verlegte am Dienstag, den 13. Oktober 20, vor dem ehemaligen Wohnhaus  in Vegesack,Kirchheide 83,  für den NS-Verfolgten  Gewerkschafter und  Mitglied der KPD, Karl Wastl,  nach Recherchen und der Initiative von Jochen Windhäuser und Gerd-Rolf Rosenberger, von der  Initiative „Nordbremer Bürger gegen den Krieg“, einen Stolperstein in Bremen-Nord.

Karl Wastl, geboren 1889 in Dorfen/Oberbayern, erlernte den Beruf des Kupfer-schmiedes.

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges arbeitete er bis 1933 auf  Vegesacker Vulkanwerft. Nach seiner Mitgliedschaft in  der SPD  und der USPD   wurde  Wastl Mitglied der KPD. Auf der Werft wurde  er als Vertrauensmann des deutschen Metallarbeiterverbandes und als Betriebsrat gewählt.

Am 2. April 1933 wurde Wastl  von der Gestapo verhaftet, und im Untersuchungs-gefängnis in Blumenthal inhaftiert. Von dort wurde er  mit über 30 weiteren  Gefangenen am 24. August 33 in das KZ Esterwegen/Lager III überführt.

Nach seiner Entlassung aud dem KZ zog er  mit seiner Frau Sophie nach Hermannsburg in die Lüneburger Heide, um sich weiteren Repressalien zu entziehen.

Im November 1936 trat er in die Deutsche Arbeitsfront ein, um  dort im Auftrag der KPD  Oppositionssarbeit zu leisten. Am 1. September, dem Kriegsbeginn mit dem Überfall der Wehrmacht auf Polen, wurde Wastl erneut verhaftet und in das KZ Sachsenhausen gebracht. Dort beteiligte er sich an Widerstandsaktionen der  illegalen Lagerleitung der Häftlinge  „Rote Kuhle“.

Zusammen  mit 149 anderen Häftlingen, die auch der Widerstandsätigkeit verdächtigt  wurden, kam Wastl  im August 1944 in eine Isolierbaracke.

In den Abendstunden des 11. Oktober 44 wurden 27  der Häftlinge erschossen.

Vom 20. Oktober 44 bis zu seiner Befreiung durch  Einheiten der US Armee am 5. Mai 45 war Karl Wastl im KZ Mauthausen inhaftiert.

Im 30. Mai 45 kehrte  er  nach Bremen-Nord zurück, und war vom 1. November bis zu seiner Verrentung am 1. November 1954  hauptamtlicher  Gewerkschaftssekretär der IG-Metall. Wegen der stalinistischen Orientierung der Partei  verließ Karl Wastl 1953  die KPD.

Karl Wastl verstarb am 7. März 1963  im Alter von 74 Jahren im evangelischen Krankenhaus  im Gut Hohehorst in Löhnhorst . Seine Frau Sophie, die selbst im Widerstand gegen das NS-Regime tätig gewesen war, starb 7 Jahre später.

Die Patenschaft für den Stolperstein hat der Gewerkschafter Detlef Hansing übernommen. Eine Gedenktafel am ehemaligen Gewerkschaftshaus in Vegesack erinnert seit 2019 an den Widerstandskämpfer.

In seinem Geburtsort Dorfen/Oberbayern wurde bereits vor einigen Jahren eine Straße nach  ihm benannt.


An den                                                                                         Bremen, im September 2018
Beirat des Ortsamtes Vegesack

  •  Fraktionsvorsitzende
  •  Beiratssprecher
  •  Ortsamtsleiter


Antrag

Hiermit beantragen wir beim Beirat des Ortsamtes Vegesack,
eine Straße in Bremen-Nord nach Ewald Hanstein zu benennen.
geboren am 8. April 1924 in Oels / Schlesien
gestorben am 4. September 2009 in Bremen-Vegesack


Ewald Hanstein, 5. Mai 2002, anlaesslich der
                Verleihung des Franco-Paselli-Friedenspreises

Ewald Hanstein, 5. Mai 2002, anlässlich der Verleihung des Franco-Paselli-Friedenspreises an ihn  und der 2. Aufführung des Gedenkkonzertes 'Cantate pour la vie' zum Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus am 8. Mai 1945) im Ruinenteil der ehemaligen U-Bootbunkerwerft `Valentin` in Bremen-Rekum


Begründung

Ewald Hanstein lebte von 1954 bis 1966 in Bremen und ab 1976 bis zu seinem Tod in Vegesack. Ewald Hanstein war deutscher Sinto.

Er setzte sich als ehemaliger Verfolgter des NS-Staates bis zu seinem Tode dafür ein, als Zeitzeuge und Vertreter der Minderheit der Sinti und Roma in Deutschland, daß in unserer Gesellschaft über die Ursachen und Folgen des Faschismus und über aktuelle rassistische und rechtsradikale Bestrebungen aufgeklärt, und von allen demokratischen Kräften rechtzeitig dagegen politisch vorgegangen wird.

Zitat aus: "Meine hundert Leben" (Donat Verlag in Bremen, 2009), S. 10
       "Ich war Schlosser, Musiker, Autohändler, Handelsvertreter, Gastwirt
        und Ladenbesitzer, und ich bin Vater, Großvater und Ehemann"


Ewald Hanstein überlebte die Liquidierung und den Völkermord im sogenannten " Zigeuner- Familienlager" des Vernichtungslagers Auschwitz (dort wurden seine Mutter Maria Hanstein und seine Schwestern Gertrud, Elisabeth, Lydia, Ramona und der Bruder Gregor, seine Grossmutter, und viele weitere Familienangehörige ermordet) sowie die KZ Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Seinen Vater, Peter Hanstein, hatte Ewald Hanstein nach dessen Abtransport im Juni 1938 nicht mehr wiedergesehen. Zusammen mit seinen Onkeln Karl und Siegfried, und Paul Hanstein, dem Bruder des Vaters, wurden sie in das KZ Sachsenhausen gebracht.

Erst nach dem Krieg erfuhr Ewald Hanstein von einem Mithäftling des Vaters, dass dieser als Häftling des KZ Neuengamme ab 1943 im KZ-Aussenlager Farge beim Bau der U-Bootbunkerwerft `Valentin` eingesetzt wurde.

Zitate ( s.o. Seiten 9, 36):

"Dort fand Peter ein Feuerzeug und steckte es ein. Er war schon sehr schwach und wurde mit anderen arbeitsunfähigen Männern ins KZ Neuengamme zurückgebracht. Sie hatten ihn gefilzt, und das Feuerzeug gefunden. Man band ihm die Hände auf den Rücken zusammen und hängte ihn an einen Haken. Das hat er nicht überlebt."

"Manchmal liege ich abends im Bett und sehe ihre Gesichter deutlich vor mir: das meiner Mutter Maria, meines Vaters Peter, der Schwestern Gertrud, Elisabeth, Lydia und Ramona, meines Bruders Georg, dass von Großmutter und all den anderen. Niemand von Ihnen hat überlebt, selbst die Fotos haben die Nazis mir genommen - und doch erinnere ich mich genau an sie. Ich wundere mich, daß ich noch lebe. Warum gerade ich."

Nach der Befreiung 1945 durch die Amerikaner lebte Ewald Hanstein bis 1954 in der ehemaligen DDR. Von dort floh er in die Bundesrepublik.

Seit 1954 wohnte er, mit kurzen Unterbrechungen, in Bremen - zuletzt lange Jahre in der Aumunder Feldstraße.

Für das ihm und seiner Minderheit der Sinti und Roma angetane Unrecht beantragte Ewald Hanstein eine sogenannte "Wiedergutmachungszahlung".
Für die Bewilligung von Wiedergutmachungszahlungen waren in den 1950er und 60er Jahren als Sachbearbeiter oft ehemalige Nazis zuständig. Deshalb sprach Ewald Hanstein von einer 2. Verfolgung.

Ewald Hanstein hat bis zu seinem Tod in Vorträgen in Gedenkstätten, in Schulen, auf Tagungen und in der Öffentlichkeit über den Völkermord an seiner Minderheit informiert und eine angemessene staatliche Unterstützung für die Überlebenden gefordert.

Seit 1989 war er Mitglied im Ausschuß des Bremer Landesamtes für Wiedergutmachung. Dort setzte er sich nicht nur für die verfolgten Sinti und Roma ein, sondern für alle Opfer des nationalsozialistischen Terrors.

Seit 1979 war Ewald Hanstein Mitglied in Landesvorstand und Mitte der 80er Jahre wurde er zum Vorsitzenden des Landesverbandes deutschen Sinti und Roma und des Bremer Sinti-Vereins gewählt.

Gemeinsam mit Romani Rose vom Zentralrat deutscher Sinti und Roma, Otto Rosenberg aus Berlin und Ricki Adler aus Frankfurt baute er die Bürgerrechtsarbeit der Sinti und Roma in Deutschland auf. Er war Mitglied des europäischen Häftlings Komitees der Gedenkstätte Mittelbau-Dora und Vertreter verschiedener Opferverbände.

1995 weihte Ewald Hanstein auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs in Bremen eine Gedenktafel für die aus Bremen deportierten und in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma ein.

In Zusammenarbeit mit dem damaligen Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier und Vertretern des Bremer Senats gelang es Ewald Hanstein und dem Landesverband der Sinti und Roma in Bremen, den 16. Dezember zum Gedenktag an den Völkermord an den Sinti und Roma zu erklären.
Seitdem findet an jeden 16. Dezember das Gedenken im Bundestag statt.
(Anmerkung: am 16. Dezember 1942 erließ Himmler den "Auschwitz-Erlass" um alle Sinti und Roma aus "rassischen Gründen" zu vernichten).

Für seinen Kampf gegen jede Form von Rassismus und für die Anerkennung der Sinti und Roma als Minderheit und für sein politisches Wirken erhielt Ewald Hanstein mehrfach eine öffenliche Anerkennung:

  • 2002 wurde ihm im Bunker `Valentin, anlässlich des Gedenkkonzertes " Cantate pour la Vie",
    der "Franco-Paselli-Friedenspreis" der Internationalen Friedensschule Bremen überreicht.
    (seit der Gründung der Friedensschule im Jahr 1993 war Ewald Hanstein Mitglied im Kuratorium )
  • 2006 erhielt er im Bremer Rathaus das Bundesverdienstkreuz am Bande

Am 27. Januar 1999 hielt Ewald Hanstein in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslage Auschwitz eine Rede. Gerade in der jetzigen Zeit, wo rechtsnationale Strukturen und Meinungen wieder erstarken, sollten wir Ewald Hansteins Mahnung verstehen.

     "Wir müssen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Fremdenfeindlichkeit bekämpfen,
     wo sie ihre ekelhafte Fratze zeigen.
     Wir müssen "nein" sagen, wo verächtlich über andere geredet wird!
     Wir müssen "nein" sagen, wo Gewalt propagiert oder verniedlicht wird!
     Wir müssen "nein" sagen, wo Egoismus und Konsum als höchste Lebensziele gepriesen werden!
     "Die Würde des Menschen ist unantastbar!"
     Dieses Gebot unseres Grundgesetzes, aus der Erfahrung von Auschwitz aufgeschrieben,
     bleibt die Richtschnur für unser gesellschaftliches Leben,für eine demokratische und humane Zukunft".


aus: E.Hanstein, "Meine Hundert Leben", Donat-Verlag Bremen 2005, S.165

Sehr geehrte Mitglieder des Beirates in Vegesack,
wir würden uns freuen,wenn Sie unserem Antrag zustimmen.

Wir können uns z.B. vorstellen, dass eine Straße im Neubaugebiet Aumunder Feldmark oder in einem Neubaugebiet in Grohn nach Ewald Hanstein benannt wird.
Wir sind natürlich für andere Vorschläge des Beirates offen.
Für weiterführende Gespräche stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Detlef Marzi
1989-1997 Geschäftsführer des Bremer Sinti-Vereins
und Bremer Bürger

Gerd Meyer
Projekt `Internationale Friedensschule Bremen`
im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus in Vegesack
und  Bremer Bürger


Unser Antrag auf die Namensgebung für der grossen Saal im Bürgerhaus Vegesack

      `LUDWIG BAUMANN-SAAL`

wurde von der Mitgliederversammlung des Vereins am 16. Oktober beschlossen und `geht jetzt zunaechst seinen weiteren Weg` - durch die weitere Bearbeitung/ weiterleitungt des Antrags (jetzt)des Vorstandes an die `zustaendigen Stellen in Bremen`: Auskunft Staatsarchiv etc

Ludwig Baumann ist am 5. Juli 2018 gestorben.

Im 2. Weltkrieg desertierte Ludwig Baumann 1942 mit seinem Marinekameraden Kurt Oldenburg im besetzten Frankreich. Sie wollten sich dem verbrecherischen Angriffs- und Vernichtungskrieg der deutschen Faschisten verweigern.

Von der deutschen Militärjustiz wurden sie zum Tode verurteilt. Die Strafe
wurde Dank der politischen Verbindungen von Ludwig Baumanns Vater
in eine 12-jährige Freiheitsstrafe umgewandelt, die aber bis zum Kriegsende ausgesetzt wurde. Von dieser Strafänderung erfuhren sie aber im Todestrakt des Gefängnisses erst Monate später.

Nach Haftzeiten im Emslandlager Esterwegen und weiteren KZ-Aufenthalten kam Ludwig Baumann in das Wehrmachtsgefängnis in Torgau / Elbe.
Schliesslich musste er noch Kampfeinsätze im Strafbataillon 500 erleiden,
bei denen er schliesslich 1945 in der Ostukraine schwer verwundet wurde.
Das Kriegsende überlebte er im Lazarett.

Nach dem Krieg litt Baumann noch viele Jahre unter den traumatischen Erfahrungen.
Seit den 80er-Jahren engagierte er sich in der Friedens- und Umweltbewegung.
1986 beteiligte sich Ludwig Baumann mit ehemaligen Bundeswehrsoldaten und Wehrdienstverweigerern bei der Aufstellung des `Denk-Mals`
      `Der unbekannte Deserteur` im G.H.Bürgerhaus Vegesack.

Anfang der 90er-Jahre gründete Ludwig Baumann mit anderen Mitstreitern die `Bundesvereinigung Opfer der NS-Justiz`. Das Ziel der Initiative, die Rehabilitierung der Kriegsverweigerer des 2. WK, konnte schliesslich nach jahrzehntelangen Kämpfen 2009 durch einen Bundestagsbeschluss erreicht werden.

Ludwig Baumann war dem Bürgerhaus Vegesack, auch wegen des Deserteur-Mahnmals, eng verbunden. Solange er gesundheitlich dazu in der Lage war, konnte man ihn sehr häufig im Bürgerhaus bei Veranstaltungen oder in der Cafeteria antreffen. Das Bürgerhaus war für ihn ein Ort, an dem er im Alltag Freunde und Mitstreiter traf.

2014 wurde ihm der “Franco-Paselli-Friedenspreis“ der Friedensschule im Bürgerhaus übergeben.

Ludwig Baumann ist als engagierter Bürger und Kämpfer für Menschenwürde ein Vorbild für viele Menschen.
Sein Engagement wurde besonders national und international wahrgenommen und durch vielfältige Ehrenbezeugungen gewürdigt.


Führungen und Seminare im ehemaligen U-Boot-Bunker 'Valentin'


Der U-Boot Bunker Valentin Führungen nur nach vorheriger Anmeldung unter Tel. 0421-662115
Weitere Termine können individuell vereinbart werden.


Bunkerführungen beginnen am Mahnmal 'Vernichtung durch Arbeit' vor dem Bunkereingang.

Zur Einführung werden Informationen über die Struktur und die Ziele der 'Rüstungslandschaft' während der NS-Zeit in der Region Bremen gegeben und es wird vom Widerstand gegen das NS-Regime und von der Einrichtung der ersten Konzentrationlager in Bremen berichtet. Im Mittelpunkt der Führungen stehen aber  Schilderungen der Arbeits- und Lebensbedingungen der beim Bunkerbau zur Zwangsarbeit eingesetzten Häftlinge.

  • Dauer ca. 1,5 Stunden

Führungen im ehemaligen Lagergelände

  • Dauer ca. 2,5 Stunden

Bildungs(urlaubs)seminare, Stadtrundgänge und Stadtrundfahrten zu Orten der Verfolgung und des Widerstandes in der Region Bremen-Nord können individuell vereinbart werden. Die dabei angesprochenen Themen befassen sich u.a. mit der Verfolgung von Bürgern jüdischen Glaubens, politischen Gegnern des NS-Systems und Minderheitengruppen in der Gesellschaft. Es wird vom Schicksal der Zwangsarbeiter in Rüstungsbetrieben berichtet und es werden Initiativen vorgestellt, die sich für die Errichtung von Gedenkstätten und 'Stolpersteinen' für  die Opfer des Faschismus als Lernorte einsetzen. Aktuelle interkulturelle, ethnische und  soziale Konflikte und Kriege werden in die Reflexion über Ursachen und Folgen  von Krieg und Gewalt einbezogen.

  • Dauer nach Vereinbarung

Bunker

Abbildung: Fotomontage, Rainer Habel


Spurensuche - Begegnungsseminar in Sasso Marconi bei Bologna

Mehr Information auf unserer Seite für Tagungen

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Projektanschrift: "Internationale Friedensschule Bremen",
Gustav-Heinemann-Bürgerhaus
c/o Gerd Meyer, Kirchheide 49, 28757 Bremen

Tel.: 0421 662115
Mail:gerdmeyer@friedensschule-bremen.de

      

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