Der Kranich als Friedenssymbol

Internationale Friedensschule Bremen
Ort Der Begegnungen Der Generationen Und Kulturen

   italiano    nederlands    français   Kontakt   Impressum   Bürgerhaus


Aktuell

Praxis

Orte

Netzwerk

Personen

Archiv

Andere Aktivitäten


In Memoriam Gerd Meyer
* 7.4.1946   † 1.1.2021

Gerd Meyer hat mit der Gründung des Projektes Internationale Friedensschule Bremen ein Forum geschaffen, in dem an Gewaltherrschaft und Ausbeutung der Naziherrschaft erinnert wird und den Verfolgten eine Stimme gegeben werden kann.

Gerd Meyer Anfang der 1980-iger Jahre gründete er als Leiter des Bürgerhauses Vegesack den antifaschistischen Arbeitskreis. Hier begannen Recherchen zum U-Bootbunker „Valentin“ und dem angrenzenden Lagergelände. Es entstanden Kontakte zu damals noch lebenden Zeitzeugen, es wurden Interviews geführt und im Laufe der Zeit wurde ein umfangreiches Archiv zum Thema aufgebaut. Gerd organisierte Führungen zum Bunker und zum Lagergelände. Später fanden auf seine Initiative hin antifaschistische Stadtrundfahrten in Bremen-Nord statt. 1985 und 1990 verwirklichte er die Idee, den Todesmarsch der KZ-Häftlinge aus Bremer Lagern von Farge bis zum Stammlager Neuengamme zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad nachzuvollziehen. Hierbei interessierte er viele junge Menschen, auch Schülerinnen und Schüler, für die Aufgabe, verschüttete Wahrheiten der Naziverbrechen ans Licht zu bringen.

Gerd gestaltete in der Region, in Deutschland und mit Organisationen in anderen Ländern intensive Projektkontakte. Über den früheren Bürgermeister Hans Koschnick entstand 1986 der Kontakt zu der Gemeinde Marzabotto (Italien), die über ein Netzwerk mit anderen Märtyrerstätten der Welt, wie z.B. Hiroshima verbunden ist. In Marzabotto hatte die deutsche SS 1944 ein schreckliches Massaker durchgeführt.

Aus den jährlich organisierten Workcamps entwickelte sich ein Freundschaftsvertrag zwischen dem Ortsamt Vegesack und der Kommune Marzabotto. Noch 2019 sind Gerd und andere Mitglieder der Archivgruppe in die Partnergemeinde gereist, um an den Feierlichkeiten zum Kriegsende 1945 teilzunehmen.

In Italien erfuhr Gerd von einem Deutschen, der bei La Spezia während des Krieges zu den Partisanen übergelaufen und erschossen worden war. Auch weil der Deserteur Rudolf Jacobs seine Wurzeln in Bremen hatte, entstand 1990 eine Ausstellung im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus in Bremen-Vegesack. Im vergangenen Jahr unterstützte Gerd die Produktion und Sendung eines Features zu dem Thema bei Radio Bremen.

Ab Mitte der 1980er Jahre entwickelten sich Ideen für eine „Friedensschule Bremen“ nach italienischem Vorbild. Dieses „Projekt Internationale Friedensschule Bremen“ wurde 1997 gegründet und sollte sich in das internationales Netzwerk einfügen. Gerd knüpfte Kontakte nach Israel und organisierte Seminare mit der dortigen Friedensschule Givat Haviva und den Freunden in Marzabotto.

Ein Ergebnis der Seminare war ein Schülerprojekt, bei dem junge Menschen aus Vegesack regelmäßigen E-Mail-Austausch mit jüdischen und arabischen Israelis aufbauten.

1991 fand die Außenlagertagung des Konzentrationslagers Neuengamme im Bürgerhaus Vegesack statt.

Weiterhin wurden Kontakte zu Verfolgtengruppen (z.B. Roma und Sinti) aufgebaut. Schon Anfang der 1980iger Jahre wurde im Bürgerhaus ein „Denkmal des unbekannten Deserteurs“ aufgestellt, das Gerd damals gegen große externe Widerstände verteidigt hat.

Viele Bremen-Norder waren begeistert von den Straßentheateraufführungen auf dem Sedanplatz (Teatro Nucleo) und auf dem Gelände der gerade in Konkurs gegangenen Vulkanwerft. Gerd hat persönlich den riesigen Kran bedient, mit dem ein Klavierspieler in die Luft gehoben wurde.

Es war ein langer Weg, bis 1999 die Gründung des „Denkorts Bunker Valentin“ erfolgte, aber dieser Prozess wurde durch Gerd maßgeblich beeinflusst. Er setzte sich ferner stets für die Integration anderer Gedenkinitiativen (Baracke 27, Baracke Wilhelmine) ein.

Die Archivgruppe der Internationalen Friedensschule konnte Schülerinnen und Schüler einer Berufsschulklasse motivieren, an der Gedenkstätte „Rosen für die Opfer“ auf dem Gelände des ehemaligen KZs auf der Bahrsplate in Bremen-Blumenthal einen riesigen „Stein der Hoffnung“ zu gestalten.

Die Organisation der Gedenktage an der Synagoge Aumund-Vegesack am 9. November und die Veranstaltung eines alternativen Volkstrauertages auf der Bahrsplate übernahm überwiegend Gerd. Er organisierte auch die regelmäßige Verleihung des Franco-Paselli-Friedenspreises.

Sein umfangreiches Wissen zum Thema Antifaschismus gab er in den vergangen zehn Jahren in regelmäßig durchgeführten Bildungsurlaubsseminaren an die Teilnehmer weiter und motivierte damit viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sich mit der Geschichte im Stadtteil auseinander zu setzen.

Seine Frische und sein Ideenreichtum haben andere immer mitgerissen, sich gegen das Unrecht zu engagieren.

2018 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er hat es angenommen, weil er hoffte, dass dies für die politische Arbeit in den Initiativen, die er begleitete, von Vorteil sein könne.

Er wird uns fehlen.


Straßenbenennung in Bremen-Aumund:
Ewald-Hanstein-Straße

Im Neubaugebiet der Aumunder Feldmark, zwischen Beckstraße und Aumunder Wiesen, soll eine Straße nach Ewald Hanstein benannt werden.

Ewald Hanstein war deutscher Sinto. Er lebte von 1954 bis 1966 in Bremen und ab 1976 bis zu seinem Tod 2009 in Vegesack.

Ewald Hanstein, am 5. Mai 2002, anlässlich der Verleihung des Franco-Paselli-Friedenspreises an ihn und der zweiten Aufführung des Gedenkkonzertes „Cantate pour la vie“ zum Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus am 8. Mai 194 im Ruinenteil der ehemaligen U-Bootbunkerwerft „Valentin“ in Bremen-Rekum

Am 16. Dezember 1942 erließen die Nationalsozialisten unter Heinrich Himmler Himmler den sog."Auschwitz-Erlass". Alles Sinti und Roma sollten verfolgt und vernichtet werden. Ewald Hanstein und seine Familie gehörten zu den Opfern.

Ewald Hanstein überlebte die Liquidierung und den Völkermord im sogenannten " Zigeuner– Familienlager" des Vernichtungslagers Auschwitz. Dort wurden seine Mutter Maria Hanstein und seine Schwestern Gertrud, Elisabeth, Lydia, Ramona und der Bruder Gregor, seine Großmutter und viele weitere Familienangehörige ermordet. Er überlebte auch die Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Seinen Vater Peter Hanstein sah Ewald Hanstein nach dessen Abtransport im Juni 1938 nicht wieder. Zusammen mit seinen Onkeln Karl, Siegfried und Paul wurden er in das KZ Sachsenhausen gebracht. Erst nach dem Krieg erfuhr Ewald Hanstein von einem Mithäftling des Vaters, dass dieser als Häftling des KZ Neuengamme ab 1943 im KZ-Außenlager Farge beim Bau der U-Bootbunkerwerft `Valentin` eingesetzt wurde:

"Dort fand Peter ein Feuerzeug und steckte es ein. Er war schon sehr schwach und wurde mit anderen arbeitsunfähigen Männern ins KZ Neuengamme zurückgebracht. Sie hatten ihn gefilzt, und das Feuerzeug gefunden. Man band ihm die Hände auf den Rücken zusammen und hängte ihn an einen Haken. Das hat er nicht überlebt."

"Manchmal liege ich abends im Bett und sehe ihre Gesichter deutlich vor mir: das meiner Mutter Maria, meines Vaters Peter, der Schwestern Gertrud, Elisabeth, Lydia und Ramona, meines Bruders Georg, dass von Großmutter und all den anderen. Niemand von Ihnen hat überlebt, selbst die Fotos haben die Nazis mir genommen – und doch erinnere ich mich genau an sie. Ich wundere mich, daß ich noch lebe. Warum gerade ich."
(Zitat aus: "Meine hundert Leben", Donat Verlag Bremen 2009, Seiten 9 und 36)

Nach der Befreiung 1945 durch die Amerikaner lebte Ewald Hanstein bis 1954 in der ehemaligen DDR. Von dort floh er in die Bundesrepublik. Seit 1954 wohnte er mit kurzen Unterbrechungen in Bremen, zuletzt lange Jahre in der Aumunder Feldstraße.

"Ich war Schlosser, Musiker, Autohändler, Handelsvertreter, Gastwirt und Ladenbesitzer, und ich bin Vater, Großvater und Ehemann." (Zitat aus: "Meine hundert Leben", Donat Verlag Bremen 2009, S. 10)

Als Mitglied des Ausschusses des Bremer Landesamtes für Wiedergutmachung seit 1989 setzte Ewald Hanstein sich für angemessene Entschädigungen für alle Opfer und Überlebenden des Völkermordes und des nationalsozialistischen Terrors ein. Die bereits in den 50-er Jahren erfolgten Wiedergutmachungszahlungen an die Sinti und Roma, auch an seine Familie, waren unzureichend gewesen und entwürdigten viele Opfer, denn zuständig für Überprüfung der Ansprüche waren in den 50-er und 60-er Jahren oft die gleichen Behördenmitarbeiter, die während der Nazizeit mitbeteiligt waren an Erfassung, Verfolgung und Abtransport. Deshalb sprach Ewald Hanstein von einer „zweiten Verfolgung“.

Seit 1979 war Ewald Hanstein Mitglied im Landesvorstand, und Mitte der 80er Jahre wurde er zum Vorsitzenden des Landesverbandes deutschen Sinti und Roma in Bremen und des Bremer Sinti-Vereins gewählt.

Gemeinsam mit Romani Rose vom Zentralrat deutscher Sinti und Roma, Otto Rosenberg aus Berlin und Ricki Adler aus Frankfurt und Mitgliedern anderer Landesverbände baute er die Bürgerrechtsarbeit der Sinti und Roma in Deutschland auf. Er war Mitglied des europäischen Häftlings-Komitees der Gedenkstätte Mittelbau-Dora und Vertreter verschiedener Opferverbände.

1995 weihte Ewald Hanstein auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs in Bremen eine Gedenktafel für die aus Bremen deportierten und in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma ein.

In Zusammenarbeit mit dem Zentralrat, dem damaligen Bremer Bürgermeister Klaus Wedemeier und Vertretern des Bremer Senats gelang es Ewald Hanstein und dem Landesverband der deutschen Sinti und Roma in Bremen, den 16. Dezember zum Gedenktag an den Völkermord an den Sinti und Roma zu erklären. Seitdem findet an jeden 16. Dezember das Gedenken im Bundestag statt.

Ewald Hanstein hat bis zu seinem Tod in Vorträgen in Gedenkstätten, in Schulen, auf Tagungen und in der Öffentlichkeit über den Völkermord an der Minderheit informiert, und um eine angemessene staatliche Unterstützung für die Überlebenden gekämpft.

Ewald Hanstein setzte sich als ehemaliger Verfolgter und Zeitzeuge bis zu seinem Tode dafür ein, dass Ursachen und Folgen des deutschen Faschismus bekannt wurden. Er forderte, sich jederzeit rechtsextremen Strömungen wirkungsvoll entgegen zu stellen.

Für seinen Kampf gegen jede Form von Rassismus, für die Anerkennung der Sinti und Roma als deutsche Minderheit und für sein politisches Wirken erhielt Ewald Hanstein mehrfach öffentliche Anerkennung, u. a:

  • 2002 wurde ihm im Bunker `Valentin, anlässlich des Gedenkkonzertes " Cantate pour la Vie" der "Franco-Paselli-Friedenspreis" der Internationalen Friedensschule Bremen überreicht.
  • 2006 erhielt er im Bremer Rathaus das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Am 27. Januar 1999 hielt Ewald Hanstein in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslage Auschwitz eine Rede. Gerade in der jetzigen Zeit, wo rechtsextreme Positionen wieder erstarken, sollten wir Ewald Hansteins Mahnung verstehen:

  • Wir müssen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Fremdenfeindlichkeit bekämpfen, wo sie ihre ekelhafte Fratze zeigen.
  • Wir müssen "nein" sagen, wo verächtlich über andere geredet wird!
  • Wir müssen "nein" sagen, wo Gewalt propagiert oder verniedlicht wird!
  • Wir müssen "nein" sagen, wo Egoismus und Konsum als höchste Lebensziele gepriesen werden!
  • "Die Würde des Menschen ist unantastbar!" Dieses Gebot unseres Grundgesetzes, aus der Erfahrung von Auschwitz aufgeschrieben, bleibt die Richtschnur für unser gesellschaftliches Leben, für eine demokratische und humane Zukunft.

(Zitat aus: "Meine hundert Leben", Donat Verlag Bremen 2009, S.165


Neuerscheinung!

Umschlag

Karsten Ellebrecht

»Ihr habt hier keinen Namen mehr!«

Die Geschichte des KZ-Außenlagers Bremen-Blumenthal

Hardcover, 288 Seiten, 59 farbige Abb.
16,5 x 23 cm
ISBN 978-3-95494-227-5
16,90 Euro

Jetzt erhältlich im Buchhandel oder
order@edition-falkenberg.de






Auf einem Parkgelände in Bremen-Blumenthal entstand 1944 ein Außenlager des Hamburger KZs Neu­engamme. Die aus ihrer Heimat verschleppten ausländischen Häftlinge mussten in Gebäuden der benach­barten Wollkämmerei, auf der Krupp-Werft in Bremen-Stadt und beim Bauprojekt des U-Boot-Bunkers »Valentin« arbeiten. Wie kann die Geschichte des KZ Blumenthal geschrieben werden? Die wichtigsten NS-Dokumente wurden bei Kriegsende vernichtet. Jedoch: Verbleibende Unterlagen und die Schilderungen der überlebenden Häftlinge geben einen Einblick in die Geschehnisse der Jahre 1944/45.
Das vorliegende Buch bewertet mit fragender Empathie und dem abwägenden Blick des Historikers die vorhandenen Dokumente und schildert einen Lager-Kosmos, in dem die Häftlinge systematisch ausgebeutet und terrorisiert wurden.

Kontakt:

Linda Falkenberg l Edition Falkenberg l Tel. 0172-4158625 l info@edition-falkenberg.de

www.edition-falkenberg.de


Unser Antrag auf die Namensgebung für der grossen Saal im Bürgerhaus Vegesack

      'LUDWIG BAUMANN-SAAL'

wurde von der Mitgliederversammlung des Vereins am 16. Oktober beschlossen und `geht jetzt zunaechst seinen weiteren Weg` – durch die weitere Bearbeitung/ weiterleitungt des Antrags (jetzt)des Vorstandes an die `zustaendigen Stellen in Bremen`: Auskunft Staatsarchiv etc

Ludwig Baumann ist am 5. Juli 2018 gestorben.

Im 2. Weltkrieg desertierte Ludwig Baumann 1942 mit seinem Marinekameraden Kurt Oldenburg im besetzten Frankreich. Sie wollten sich dem verbrecherischen Angriffs– und Vernichtungskrieg der deutschen Faschisten verweigern.

Von der deutschen Militärjustiz wurden sie zum Tode verurteilt. Die Strafe
wurde Dank der politischen Verbindungen von Ludwig Baumanns Vater
in eine 12-jährige Freiheitsstrafe umgewandelt, die aber bis zum Kriegsende ausgesetzt wurde. Von dieser Strafänderung erfuhren sie aber im Todestrakt des Gefängnisses erst Monate später.

Nach Haftzeiten im Emslandlager Esterwegen und weiteren KZ-Aufenthalten kam Ludwig Baumann in das Wehrmachtsgefängnis in Torgau / Elbe.
Schliesslich musste er noch Kampfeinsätze im Strafbataillon 500 erleiden,
bei denen er schliesslich 1945 in der Ostukraine schwer verwundet wurde.
Das Kriegsende überlebte er im Lazarett.

Nach dem Krieg litt Baumann noch viele Jahre unter den traumatischen Erfahrungen.
Seit den 80er-Jahren engagierte er sich in der Friedens- und Umweltbewegung.
1986 beteiligte sich Ludwig Baumann mit ehemaligen Bundeswehrsoldaten und Wehrdienstverweigerern bei der Aufstellung des `Denk-Mals`
      `Der unbekannte Deserteur` im G.H.Bürgerhaus Vegesack.

Anfang der 90er-Jahre gründete Ludwig Baumann mit anderen Mitstreitern die `Bundesvereinigung Opfer der NS-Justiz`. Das Ziel der Initiative, die Rehabilitierung der Kriegsverweigerer des 2. WK, konnte schliesslich nach jahrzehntelangen Kämpfen 2009 durch einen Bundestagsbeschluss erreicht werden.

Ludwig Baumann war dem Bürgerhaus Vegesack, auch wegen des Deserteur-Mahnmals, eng verbunden. Solange er gesundheitlich dazu in der Lage war, konnte man ihn sehr häufig im Bürgerhaus bei Veranstaltungen oder in der Cafeteria antreffen. Das Bürgerhaus war für ihn ein Ort, an dem er im Alltag Freunde und Mitstreiter traf.

2014 wurde ihm der “Franco-Paselli-Friedenspreis“ der Friedensschule im Bürgerhaus übergeben.

Ludwig Baumann ist als engagierter Bürger und Kämpfer für Menschenwürde ein Vorbild für viele Menschen.
Sein Engagement wurde besonders national und international wahrgenommen und durch vielfältige Ehrenbezeugungen gewürdigt.


Führungen und Seminare im ehemaligen U-Boot-Bunker 'Valentin'


Der U-Boot Bunker Valentin Führungen nach vorheriger Anmeldung.

Bunkerführungen beginnen am Mahnmal 'Vernichtung durch Arbeit' vor dem Bunkereingang.

Zur Einführung werden Informationen über die Struktur und die Ziele der 'Rüstungslandschaft' während der NS-Zeit in der Region Bremen gegeben und es wird vom Widerstand gegen das NS-Regime und von der Einrichtung der ersten Konzentrationlager in Bremen berichtet. Im Mittelpunkt der Führungen stehen aber  Schilderungen der Arbeits– und Lebensbedingungen der beim Bunkerbau zur Zwangsarbeit eingesetzten Häftlinge.

  • Dauer ca. 1,5 Stunden

Führungen im ehemaligen Lagergelände

  • Dauer ca. 2,5 Stunden

Bildungs(urlaubs)seminare, Stadtrundgänge und Stadtrundfahrten zu Orten der Verfolgung und des Widerstandes in der Region Bremen-Nord können individuell vereinbart werden. Die dabei angesprochenen Themen befassen sich u.a. mit der Verfolgung von Bürgern jüdischen Glaubens, politischen Gegnern des NS-Systems und Minderheitengruppen in der Gesellschaft. Es wird vom Schicksal der Zwangsarbeiter in Rüstungsbetrieben berichtet und es werden Initiativen vorgestellt, die sich für die Errichtung von Gedenkstätten und 'Stolpersteinen' für  die Opfer des Faschismus als Lernorte einsetzen. Aktuelle interkulturelle, ethnische und  soziale Konflikte und Kriege werden in die Reflexion über Ursachen und Folgen  von Krieg und Gewalt einbezogen.

  • Dauer nach Vereinbarung

Bunker

Abbildung: Fotomontage, Rainer Habel


Spurensuche – Begegnungsseminar in Sasso Marconi bei Bologna

Mehr Information auf unserer Seite für Tagungen

nach oben



Projektanschrift: "Internationale Friedensschule Bremen",
Gustav-Heinemann-Bürgerhaus
Kirchheide 49, 28757 Bremen

      

© 2005 Projekt Internationale Friedensschule Bremen   |   Statistik