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"Nordbremer Bürger
gegen den Krieg"
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Deutsch-Italienische Gesellschaft Bremen e.V.
und Internationale Friedensschule Bremen
40 Jahre DEM UNBEKANNTEN DESERTEUR
Wir erinnern an Rudolf Jacobs,
den Bremer Deserteur und Partisanen in Italien
22.10.2026, 18 Uhr
Gustav-Heinemann-Bürgerhaus
Seit dem 18. Oktober 1986 steht im Foyer des Gustav-Heinemann-Bürgerhauses in Vegesack die Skulptur „Dem unbekannten Deserteur.“ Sie war das erste Denkmal für Deserteure in der damaligen Bundesrepublik. Inzwischen gibt es über 20 Deserteurs-Denkmale in Deutschland.
Renate Sonnenberg wird im Foyer des Bürgerhauses daran erinnern, wie es zur Aufstellung der Skulptur kam und welche Reaktionen das Denkmal hervorrief.
Seit 2014 befindet sich neben dem Denkmal eine Tafel, die an den Bremer Rudolf Jacobs erinnert, der 1944 in Norditalien desertierte und zu den italienischen Partisanen überlief. Er kämpfte mit ihnen in den ligurischen Bergen gegen die Besatzung Italiens durch die NS-Wehrmacht, gegen deren Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung und für ein Ende des Krieges. Am 3.11.1944 wurde er in der Kleinstadt Sarzana von italienischen Faschisten erschossen. In Norditalien wird er bis heute verehrt.

In seiner Heimatstadt ist er zuletzt durch das Buch von Ulrike Petzold „Rudolf Jacobs - ein Bremer Partisan in Norditalien 1944“ und das Engagement von Schüler*innen des Hermann-Böse-Gymnasiums bekannter geworden.
Ulrike Petzold, Autorin, Journalistin und Vize-Präsidentin der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Bremen wird in der Studiobühne des Bürgerhauses das Buch vorstellen und das Projekt erläutern.
A R C H I V G E S P R Ä C H
im Rahmen der Ausstellung "Vielleicht erlebe ich den Frieden noch"
Angehörige der Roten Armee:
gefangen in Deutschland, filtriert in der Heimat
Gustav-Heinemann-Bürgerhaus, Studiobühne, 24.09. 2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Muriel Nägler, Historikerin an der Universität Bremen
Joshua Mathis Härtel, Historiker im Projekt "Kriegsgefangenenfriedhof an der Reitbrake" (Landesarchäologie Bremen)

Neue Quellen und Forschungen lassen mehr über das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg erkennen. So gibt die Untersuchung verschiedener Bestattungsorte in Bremen heute Aufschluss über die Identität von verstorbenen Rotarmisten. Der Referent berichtet ebenfalls über den öffentlichen Umgang mit diesen Grabstätten über mehrere Jahrzehnte.
Umgebung des ehemaligen "KZ-Friedhofs"
in Bremen-Farge

Für viele sowjetische Kriegsgefangene bedeutete die Befreiung 1945 keineswegs ein Ende des Leidensweges. Bei ihrer Rückkehr in die Sowjetunion mussten viele ein Überprüfungssystem durchlaufen.
Die Filtrationsakten sind heute in ukrainischen Archiven zugänglich. Die Referentin vermittelt neue Einblicke in die Verfolgungs- und Lebensgeschichten ehemaliger Kriegsgefangener, insbesondere von Rotarmistinnen.
Beispiel einer Filtrationsakte
aus einem ukrainischen Archiv
„Vielleicht erlebe ich den Frieden noch.“
„Можливо, я ще доживу до миру.“
Fotoausstellung
Gustav-Heinemann-Bürgerhaus Vegesack, Ebene F
03. - 25. September 2026

In den Jahren 2024 und 2025 besuchte und portraitierte der Fotograf Kostjantyn Tschernitschkin NS-Überlebende in der Ukraine. Aus den Aufnahmen ist die Ausstellung “Vielleicht erlebe ich den Frieden noch” entstanden. Mehr als vier Jahre nach dem Beginn des vollumfänglichen russischen Angriffs auf die Ukraine zeigt sie den Alltag der Menschen, ihre Erinnerungen, die Dinge, die am Ende ihres Lebens Bedeutung für sie haben.
Einleitende Worte Ulrike Huhn, Osteuropahistorikerin:
03.09.2026, 17.30 Uhr, Ebene F
Archivgespräch mit Alexandra Köhring aus dem Kurator*innen-Team der Ausstellung:
03.09., 18.00 Uhr, Studiobühne
Kooperation der Internationalen Friedensschule Bremen
mit dem Verein Gustav-Heinemann-Bürgerhaus e.V.r>
Gefördert durch die Deutsche Postcode Lotterie und die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.
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