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Donnerstag, 13.06.2019, 19.00 Uhr
Gustav-Heinemann-Bürgerhaus
Studiobühne

Wer holt die Kuh vom Eis?
Die Eiswette von 1829 in Bremen


Große Aufregung in Bremen im Januar dieses Jahres! Der Präsident des Senats, Bürgermeister Sieling, ist als Ehrengast der Eiswette kurzfristig verhindert. Seiner Stellvertreterin, Bürgermeisterin Caroline Linnert, wird die Teilnahme verweigert. Das Präsidium steht auf dem Standpunkt, dass die Eiswette eine private Veranstaltung und damit völlig frei in der Auswahl ihrer Gäste sei. Na gut, sagt die rot-grüne Mehrheit in der Bürgerschaft einige Tage später in einer Entschließung, wenn es so ist, brauchen wir ja da nicht hinzugehen. Wir werden also die Einladungen zu den Eiswetten solange nicht mehr annehmen, wie Frauen dort nicht zugelassen sind.

Es ist das zweite Mal, dass sich die Bürgerschaft mit diesem Thema beschäftigt. In der Debatte 2014 (wo es auch um die Schaffermahlzeit ging) hatte es in einer Entschließung der gleichen Mehrheit noch geheißen, dass die Eiswette als „Bremer Traditionsveranstaltung ein wichtiger Bestandteil bremischer Kultur“ sei und deshalb „auch bremische Werte von Gleichberechtigung, Modernität und Weltoffenheit repräsentieren muss.“ Ja, wie denn nun?

Ist die Eiswette eine private Veranstaltung oder ist sie eine Bremer Traditionsveranstaltung? Diese Frage wird im Mittelpunkt meiner Ausführungen – und hoffentlich auch des anschließenden Gesprächs – stehen. Sie ist nur vor einem panoramabreiten historischen Hintergrund zu verstehen, den ich versuchen werde, in der Kürze der Zeit zu skizzieren. Zu erzählen ist, wie die Eiswette in den zwanziger Jahren in nationalistisches Fahrwasser geriet und in den Dreißigern sogar nazi-affine Veranstaltungen durchführte. Zu erzählen ist vor allem auch, was die ursprüngliche, die ganz private Eiswette von 1829 bis 1913 charakterisierte. Ein Resultat der historischen Betrachtung wird sein, dass es nicht die eine, immer gleiche Veranstaltung gibt, wie das beim Schaffermahl der Fall ist, sondern dass sie viele Gestalten hatte. Von daher dürfte es eigentlich überhaupt kein Problem sein, der Eiswette heute wieder eine neue Gestalt zu geben.

Wenn Sie mehr von der Veranstaltung haben wollen, sollten sie vorher in meine website www.diegeschichtederbremereiswette.de schauen und mal einen Blick in die „offizielle“ website der eiswette www.eiswette.de werfen.

Arndt Frommann, Bremen, 2019

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