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Sant’Anna di Stazzema

Sant’Anna di Stazzema ist ein Dorf in der Toskana (Italien) in der Gemeinde Stazzema (Provinz Lucca). Es wurde am 12. August 1944 durch Truppen der Waffen-SS zerstört. Dabei starben etwa 560 Menschen, überwiegend Frauen und Kinder.

Im Sommer 1944 waren die deutschen Streitkräfte in Italien, wie an fast allen Fronten, auf dem Rückzug. Der Frontverlauf war mittlerweile bis in die Toskana vorgerückt. Da die deutsche Besatzungsmacht junge Italiener zwangsrekrutierte und viele kampfunfähige Zivilisten zur Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie verpflichtet wurden, führte dies bei Teilen der italienischen Bevölkerung zu einer Antipathie gegen den ehemaligen Verbündeten. Mehr und mehr schlossen sich dem bewaffneten Widerstand, der Resistenza an, um als Partisanen gegen die Besatzung vorzugehen. Die bewaldeten Berge der Toskana boten Schutz und ideale Bedingungen, um deutsche Nachschublinien zu stören.

Das deutsche Oberkommando reagierte auf diese Entwicklung mit äußerster Härte. Angeblich hatten Offiziere keine Strafe wegen „zu harten Vorgehens“ zu erwarten. Da Partisanen selbst nur schwer aufzuspüren waren, reagierte man mit Hinrichtungen von gefangenen Freischärlern und Geiselerschießungen von Zivilisten, um potentielle Unterstützer in den toskanischen Bergdörfern, welche die Partisanen mit Nahrungsmitteln und Informationen versorgten, abzuschrecken.

Opfertafel
                in Sant’Anna di StazzemaAm 12. August 1944, kurz nach 6 Uhr, umzingelten vier Kompanien der 16. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS” der Waffen-SS das Dorf Sant’Anna, das etwa 400 Einwohner und mehrere hundert Flüchtlinge beherbergte. Offiziell sollte die Waffen-SS gegen Partisanen vorgehen, doch zu den etwa 560 Opfern zählten überwiegend Frauen und 116 Kinder. Sie wurden in Gehöften und auf dem Kirchplatz zusammengetrieben. Die Waffen-SS warf Handgranaten in die Menge und erschoss wahllos Männer, Frauen und Kinder. Außerdem brannten sie die Häuser des Dorfes nieder. Nach nur gut drei Stunden war das Dorf ausgerottet. Das jüngste Opfer war 20 Tage alt.

Sant’Anna di Stazzema wurde zum Teil wieder aufgebaut. Das Massaker wurde nach dem Krieg totgeschwiegen, da Westeuropa eine politische Einheit gegen die Sowjetunion bilden sollte. Die Akten über den Vorfall lagerten bis 1994 in einem versiegelten, mit der Tür zur Wand gestellten Schrank im Palazzo Cesi, dem Sitz der Militärstaatsanwaltschaft in Rom, der auch unter der Bezeichnung „Schrank der Schande“ bekannt war. So blieben die Täter fast 60 Jahre unbehelligt. Erst im April 2004 eröffnete das Militärgericht von La Spezia einen Prozess gegen mehrere noch in Deutschland lebende Täter, die jedoch in ihrer Heimat als hochbetagte Rentner kein Strafverfahren oder gar den Strafvollzug fürchten müssen. Am 22. Juni 2005 endete dieser Prozess mit der Verurteilung von zehn früheren SS-Angehörigen zu lebenslanger Haft sowie Entschädigungszahlungen in Höhe von etwa 100 Millionen Euro. Alfred Mathias Concina, Karl Gropler, Georg Rauch, Horst Richter, Gerhard Sommer, Alfred Schöneberg und Ludwig Heinrich Sonntag legten Revision gegen das Urteil ein, das jedoch 2006 von einem Militärgericht in Rom bestätigt wurde.

  • Karl Gropler – verurteilt nach italienischem Recht
  • Georg Rauch – verurteilt nach italienischem Recht
  • Gerhard Sommer – verurteilt nach italienischem Recht
  • Alfred Schönenberg – verurteilt nach italienischem Recht (inzw. verstorben)
  • Ludwig Heinrich Sonntag – verurteilt nach italienischem Recht (inzw. verstorben)
  • Alfred Mathias Concina – verurteilt nach italienischem Recht
  • Horst Richter – verurteilt nach italienischem Recht (inzwischen verstorben)
  • Werner Bruss – rechtskräftig verurteilt nach italienischem Recht
  • Heinrich Schendel – rechtskräftig verurteilt nach italienischem Recht
  • Ludwig Goering – rechtskräftig verurteilt nach italienischem Recht

In Deutschland hat dieses Urteil allerdings keine praktische Bedeutung, so dass keiner der Angeklagten bisher eine Strafe verbüßen musste. Dazu wäre eine Verurteilung vor einem deutschen Gericht notwendig, die allerdings aufgrund der deutschen Rechtslage als unwahrscheinlich gilt.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt zwar seit 2002 gegen neun der in Italien Verurteilten, bis heute wurde jedoch mangels Beweisen in keinem der Fälle eine Anklage erhoben. Fünf weitere Personen, die nicht in dem Prozess in La Spezia angeklagt waren, blieben von Ermittlungen ausgenommen. Der aktuelle Stand der Ermittlungen ist unklar, da die Staatsanwaltschaft Stuttgart die Einsicht in die Ermittlungsakten verweigert. Die Hamburger Rechtsanwältin Gabriele Heinecke, die den Verband der Opfer von Sant'Anna in Deutschland gerichtlich vertritt, stellte 2005 bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung, der mit der Begründung einer zu vermeidenden Gefährdung der Ermittlungen durch die Opfer abgelehnt wurde. Gegen die drei rechtskräftig Verurteilten wurde im Juni 2007 ein Europäischer Haftbefehl gestellt. Dieser dürfte jedoch wirkungslos bleiben, da Deutsche zum Zwecke der Strafvollstreckung nicht gegen ihren Willen ausgeliefert werden dürfen.

Kritiker werfen der Staatsanwaltschaft Stuttgart vor, die Ermittlungen eher aus symbolischen Gründen zu führen und in Wirklichkeit nur den natürlichen Tod der heute noch lebenden Täter abzuwarten. Dadurch versuche die Staatsanwaltschaft, eine Einstellung des Verfahrens mangels Beweisen oder einen Freispruch zu vermeiden, was beides als Niederlage für die Justiz gelten würde.

Die Staatsanwaltschaft erklärte hierzu: „Die Ermittlungen dauern noch an, ein Ende ist nicht abzusehen. ... Wir wollen den Sachverhalt vollständig aufklären. Und es ergeben sich immer wieder neue Hinweise.“ Neue Zeugen hätten sich gefunden, weitere würden gesucht, jedoch könnten oder wollten sich vielleicht die Zeugen häufig nicht mehr erinnern. 2007 erklärte eine Sprecherin im Gespräch mit der „Frankfurter Rundschau“: „Nach dem deutschen Rechtssystem müssen wir jedem einzelnen eine Tatbeteiligung nachweisen, und wir brauchen Mordmerkmale wie Grausamkeit und niedere Beweggründe, weil nur Mord nicht verjährt.“

Die Staatsanwaltschaft hat ihrerseits die Verurteilung in Italien kritisiert. Sie sei ein „Schnellschuss aus der Hüfte“, bei dem sich die italienische Justiz zehn Angehörige der Einheit „herausgepickt“ und pauschal verurteilt habe.

Am 60. Jahrestag des Massakers besuchte mit dem deutschen Innenminister Otto Schily erstmals ein deutscher Politiker eine Gedenkfeier im Ort. Enio Mancini, der das Massaker als Junge miterlebte und nicht von den Deutschen erschossen wurde, hat an der Stelle des ehemaligen Dorfes eine Gedenkstätte und ein Museum aufgebaut, in dem unter anderem Fotos und persönliche Habe zu besichtigen sind. Hans Peter Schaefer

Zur Homepage von Sant’Anna di Stazzema

Aus: Wikipedia   Bild: Hans Peter Schaefer unter cc by-sa

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Massaker von Marzabotto


Marzabotto ist der Name einer Apenninen-Gemeinde in der Nähe der italienischen Stadt Bologna in der Emilia-Romagna. Hier fand das schlimmste Kriegsverbrechen deutscher Soldaten während des Zweiten Weltkrieges in Italien statt. Zwischen dem 29. September und dem 1. Oktober 1944 zerstörten Einheiten der 16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“ und der deutschen Wehrmacht die gesamte Region und töteten über 770 Zivilisten, laut einigen Quellen bis zu 1836 Personen, vor allem alte Männer, Frauen und Kinder. Die Liste der über 770 Opfer enthält die Namen und Geburtsdaten von 213 Kindern unter 13 Jahren. Erwachsene Männer im wehrfähigen Alter fehlen fast völlig auf der Liste. Bei dieser Strafaktion, die angeblich gegen Partisanen der „Stella Rossa“-Gruppe gerichtet war, fanden Kriegsverbrechen statt, die lange noch das zwischenstaatliche Verhältnis der BR Deutschland und Italiens begleiteten. Nach Darstellung der SS-Leute handelte es sich bei den Opfern des Massakers um „Banditen und Bandenhelfer“.

Heute gibt es in Marzabotto einen Park zum Gedächtnis der Geschichte mit Gedenkstätten, den Parco Storico di Monte Sole (Geschichtspark Monte Sole). Ein Rundgang hat etwa eine Länge von etwa vier Kilometern. In der Friedensschule „Fondazione Scuola di Pace di Monte Sole“ treffen sich periodisch nicht nur Jugendliche aus Italien und Deutschland, sondern auch aus Israel und Palästina. Dort soll die Jugend zeigen können, dass Verständigung auch nach grausamsten Verbrechen möglich ist.

Nur wenigen Menschen gelang es, dem Massaker zu entkommen, so Lidia Pirini aus Cerpiano:

„Es war der 29. September um neun Uhr morgens. Als ich vom Herannahen der Deutschen erfuhr, flüchtete ich nach Casaglia. Ich habe meine Familie verlassen und war nicht bei ihnen, als sie ermordet wurde. Es waren meine Mutter und meine 12-jährige Schwester, acht Cousins und vier Tanten, die alle am 29. und 30. September in Cerpiano ermordet wurden. Am 29. haben sie sie verletzt. Am 30. kamen die Nationalsozialisten zurück, um sie umzubringen. In Casaglia hörten wir die Schüsse der Deutschen immer näher kommen. Wir konnten den Rauch der in Brand gesetzten Häuser sehen. Niemand wusste wohin und was machen. Letztendlich haben wir uns in die Kirche geflüchtet. Als die Nationalsozialisten dorthin kamen, hatte ich Angst, ihnen ins Gesicht zu sehen. Sie schlossen das Kirchentor und alle im Inneren schrien vor Entsetzen. Wenig später kamen sie zurück und führten uns zum Friedhof. Wir mussten uns vor der Kapelle aufstellen; sie platzierten sich in der Hocke, um gut zielen zu können. Sie schossen mit Maschinenpistolen und Gewehren. Ich wurde von einem Maschinengewehr am rechten Oberschenkel getroffen und fiel ohnmächtig zu Boden.“

Elena Ruggier gelang es, sich zusammen mit ihrer Tante, einem Cousin und einem Bekannten in der Sakristei zu verstecken, von wo aus sie das weitere Geschehen beobachten konnten:

„Der Priester konnte deutsch und redete mit zweien von ihnen. Sie lachten ständig und zeigten auf ihre Gewehre und weil der Priester beharrlich blieb, erschossen sie ihn vor dem Altar. Ich hatte eine Hand auf den Mund meines Cousins Giorgio gepresst, aus Angst, er würde schreien. Sie ermordeten auch eine Frau, die gelähmt war und sich nicht rühren konnte.“

Adelmo Benini musste vom Berg aus zusehen, was unten in Casaglia geschah:

Opfertafel
                in Marzabotto„Voller Panik stellten wir fest, dass die Nazis keineswegs Frauen und Kinder verschonten. Das sah man, als sie sie mit Stößen und Fußtritten zum Friedhof jagten. Wir sahen, wie sie das Tor zum Friedhof aufschossen und sie alle auf den Stufen zur Kapelle zusammenpferchten, die Großen hinten, die Kleinen vorne; als ich merkte, wie sie mit den Maschinengewehren zielten, warf ich mich den Bergrücken hinunter und schrie die Namen der meinigen, (...). Ich konnte sehen, wie sie mit Maschinenpistolen und Gewehren mitten in die Unschuldigen schossen. Sie warfen Handgranaten und die Soldaten töteten Einzelne, die noch am Leben waren und klagten.“

Nicht weit von der Kirche von Casaglia entfernt befand sich der Andachtsraum von Cerpiano. Hier hatte die SS 49 Personen eingesperrt, darunter 19 Kinder. Kurz nach ihrer Ankunft warf die SS Handgranaten in den Andachtsraum. 30 Menschen waren sofort tot. Der achtjährige Fernando Piretti war am Leben geblieben. Weil er glaubte, die Nationalsozialisten seien abgezogen, zog er die sechsjährige Paola Rossi unter dem toten Körper ihrer Mutter hervor, der sie vor dem Tod bewahrt hatte. Doch die Nationalsozialisten kamen am nächsten Morgen zurück, um die Überlebenden durch gezielte Schüsse zu töten. Die dritte Überlebende, die Lehrerin Antonietta Benni, schaffte es gerade noch rechtzeitig, die beiden Kinder unter einer Decke zu verstecken. Sie berichtet:

„Wir hatten gehofft, dass sie uns nichts antun würden. Stattdessen öffnete sich nach kurzem die Tür und einige Nazis tauchten mit furchteinflößenden Gesichtern auf. In ihren Händen trugen sie Handgranaten und sie sahen uns an, als würden sie ihre Beute aussuchen (...). Dann flogen Handgranaten durch die Tür und die Fenster: Wir schrien, weinten, flehten, die Mütter hielten ihre Kinder fest, schützten die Gesichter und suchten verzweifelt Schutz. Ich fiel ohnmächtig zu Boden.“

Zwei Kommandeure der für die Morde verantwortlichen SS-Division wurden verurteilt. Der Leiter der Strafaktion, SS-Sturmbannführer Walter Reder, wurde 1951 in Bologna zu lebenslanger Haft verurteilt, im Januar 1985 begnadigt und starb 1991 in Wien. General Max Simon war in Padua zum Tode verurteilt und wurde bereits 1954 begnadigt. Im Januar 2007 wurden zehn SS-Mitglieder nach dem Fund des „Schranks der Schande“ – Paul Albers (88), Josef Baumann (82), Hubert Bichler (87), Max Roithmeier (85), Max Schneider (81), Heinz Fritz Traeger (84), Georg Wache (86), Helmut Wulf (84), Adolf Schneider (87) und Kurt Spieler (81) von einem Militärgericht in La Spezia in Abwesenheit zu lebenslangen Haftstrafen sowie Entschädigungszahlen in Höhe von 100 Millionen Euro verurteilt, sieben weitere Angeklagte wurden frei gesprochen.

In Deutschland wurde bisher in keinem der Fälle Anklage erhoben. Die Initiative zur Anklageerhebung im Fall von Sant’Anna wirft der Staatsanwaltschaft „ermittelnden Täterschutz“ vor.

Entschuldigung des deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau

Das Gedenken des Bundespräsidenten Johannes Raus an die Opfer von Marzabotto ist in Italien mit dem Kniefall Willy Brandts 1970 in Warschau verglichen worden. Der Bürgermeister von Marzabotto sprach von einer „großen Geste der Versöhnung, Freundschaft und des Friedens“.

Aus: Wikipedia   Bild: NicFer unter cc by-sa

Ansprache von Bundespräsident Johannes Rau in Marzabotto am 17. April 2002

Vor achtundfünfzig Jahren haben Deutsche Gewalt und unendliches Leid nach Marzabotto gebracht. Der Opfer will ich heute gedenken. Ich bin tief bewegt, dass Staatspräsident Ciampi mich heute zu diesem Ort des Gedenkens begleitet.

Heute kann man sich kaum noch vorstellen, was an jenem kalten und düsteren 29. September 1944 geschah. Am Morgen dieses Tages kamen die Mörder, so steht es auf einer der Gedenktafeln, "wie Hyänen..., um alle Spuren menschlichen Lebens auszulöschen".

Persönliche Schuld tragen nur die Täter. Mit den Folgen dieser Schuld müssen sich auch die nach ihnen kommenden Generationen auseinandersetzen.

Es ist schwer, an diesem Ort und vor Ihnen Worte zu finden, die dem Ungeheuren gerecht werden, das mit Worten kaum zu fassen ist. Ich denke an die Kinder und Mütter, an die Frauen und an die ganzen Familien, die an diesem Tag Opfer des Mordens geworden sind, und es ergreifen mich Trauer und Scham. Ich verneige mich vor den Toten.

Sie haben die Erinnerung an die Opfer des Massakers bewahrt und wachgehalten. Sie haben das nicht getan, um Hass lebendig zu halten oder um aufzurechnen. Sie haben das um der Zukunft willen getan, um unserer gemeinsamen Zukunft willen. Niemand darf vergessen, dass jede Generation sich immer wieder neu den Blick schärfen muss für verbrecherische, menschenverachtende Ideologien. Wir müssen solche Irrlehren bekämpfen, bevor sie Macht über Menschen gewinnen können.

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, als die Waffen endlich schwiegen, da lagen große Teile Europas in Trümmern und Versöhnung schien kaum möglich. Und doch, so hat es Thomas Mann gesagt, hat "aus letzter Hoffnungslosigkeit ein Wunder, das über den Glauben geht, das Licht der Hoffnung" getragen.

Fritz Stern, der Historiker, der aus Deutschland vertrieben worden ist von den Nationalsozialisten, hat die Zeit von 1914 bis 1945 den zweiten Dreißigjährigen Krieg genannt. Unter den Staatsmännern, die sich daran gemacht haben, die Fundamente für ein neues Europa zu legen, waren ein Italiener und ein Deutscher, zwei Gegner von Faschismus und Nationalsozialismus: Alcide de Gasperi und Konrad Adenauer. Sie wollten, das war ihre Vision, dass nationaler Egoismus durch Zusammenarbeit ersetzt werde, und allen sollten daraus Vorteile erwachsen. Es ging nicht nur um Wohlstand, es ging auch um Friede und Sicherheit. Diese Vision ist jetzt Wirklichkeit geworden. Wir können dankbar und mit Freude sagen, dass unsere beiden Länder großen Anteil daran hatten und haben, das neue, geeinte Europa zu bauen.

Das große Einigungswerk wird nur Erfolg haben, wenn wir es zu unserer Sache machen - mit Herz und Verstand. Mit der Friedensschule, die Sie hier in Marzabotto gegründet haben, als Ort des Studiums und der Begegnung, leisten Sie dazu einen wichtigen Beitrag.

Ich möchte Ihnen heute dafür danken, dass Marzabotto ein Ort ist, der Italiener und Deutsche nicht entzweit, sondern zusammenführt. Was hier geschehen ist, das Schreckliche, ist Teil unserer gemeinsamen Geschichte. Aber daraus erwächst ein Auftrag für eine gemeinsame, friedliche Zukunft.

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Kalavryta

Während der deutschen Besetzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg kam es Mitte Oktober 1943 zur Gefangennahme von rund 80 deutschen Soldaten durch Partisanen der Griechischen Volksbefreiungsarmee ELAS. Die Partisanen hatten im Raum Kalavryta eine starke Position, obwohl die überwiegend konservativ eingestellte Bevölkerung ihnen gegenüber als distanziert galt. Es ist aus den zahlreich vorhandenen Dokumenten der Wehrmacht nicht feststellbar, ob die Forderung der Partisanen nach Austausch der gefangenen Soldaten gegen in deutscher Hand befindliche griechische Geiseln ernsthaft erwogen wurde. Ende November war der Befehl für das „Unternehmen Kalavrita“ (Vernichtung der „Banden“ (Banden=Partisanen) und eine Vergeltungsaktion) schon ergangen. Die folgenden vermehrten Truppenbewegungen in das Gebiet von Kalavryta konnten den Partisanen nicht entgangen sein. Am 7. Dezember, rund zwei Monate nach der Festnahme, wurden die deutschen Soldaten getötet und am 8. Dezember von den Besatzern tot aufgefunden.

KalavrytaDaraufhin erging der Befehl zur „schärfsten Form der Sühnemaßnahmen“. Die unter dem Kommando des Generalmajors Karl von Le Suire stehende 117. Jägerdivision begann am folgenden Tag, dem 9. Dezember, mit der Zerstörung von Kalavryta und 25 Dörfern. Auch das Nationalheiligtum Kloster Agía Lávra wurde völlig zerstört (was die Empörung der Griechen noch steigerte und bis heute nachwirkt). Am 13. Dezember wurden alle Dorfbewohner zur Schule befohlen. Dort blieben die Frauen und Kinder zurück. Alle Männer wurden oberhalb des Ortes geführt und dort mit Maschinengewehrfeuer hingerichtet. 13 Männer überlebten das Massaker, weil sie von den Deutschen für tot gehalten wurden. Der Ort wurde in Schutt und Asche gelegt.

Zitate aus der unten genannten in allen Einzelheiten vor Ort und wissenschaftlich recherchierten Publikation von E. Rondholz:

    „Kampfgruppenführer Ebersberger meldete 674 Erschossene. In der Abschlussmeldung an das General-Kommando des LXVIII. Armeekorps ist von 695 erschossenen Griechen im Verlauf des gesamten ‚Unternehmens Kalavryta‘ die Rede. (..) die Griechen gehen ihrerseits bis heute von einer wesentlich höheren Zahl von Toten aus“ (S. 144).

Der mit der Wehrmacht kollaborierende griechische Ministerpräsident Ioannis Rallis schrieb in einem im Ton devoten Brief an den Militärbefehlshaber Griechenland, General Wilhelm Speidel, sechs Tage nach dem Massaker:

    „Gestern erhielt ich Nachrichten, nach denen fast die gesamte männliche Bevölkerung der Stadt Kalavryta Massenhinrichtungen (...) zum Opfer fielen. Wenn meine Informationen richtig sind, betrugen die Opfer der Massenhinrichtung mehr als 650.“ (Rondholz, S. 157).

Oberhalb des Ortes wurde eine Gedenkstätte errichtet. In hohe Betonwände sind die Namen aller Ermordeten eingegossen. Ein großes weißes Kreuz ist von jeder Position des Tals und des Ortes aus sichtbar. In der Mitte der Anlage befindet sich eine Betonskulptur, die eine trauernde Mutter zeigt. Am 1. April 2000 besuchte der deutsche Bundespräsident Johannes Rau Kalavryta und legte am Mahnmal einen Kranz nieder.

Der Völkerrechtler Norman Paech schrieb 2000 in Der juristische Schatten...:

    „Trotz Hunderten von Ermittlungsverfahren wurde wegen Kriegsverbrechen in Griechenland nur ein Hauptverfahren vor dem Landgericht Augsburg eröffnet. Es ging um die Erschießung von sechs Zivilisten auf Kreta. Das Gericht übernahm den Standpunkt der Wehrmacht, (...), so qualifizierte das Landgericht diese Hinrichtungen als ‚völkerrechtliche Notwehr‘ und sprach den angeklagten Hauptmann frei...Alle Bundesregierungen einschließlich der jetzigen haben sich bisher geweigert, mit der griechischen Regierung in Verhandlungen über die ungelöste Frage der Entschädigung für die Opfer der damaligen Massaker einzutreten.“

In Griechenland waren Klagen von Angehörigen der Opfer auf Wiedergutmachung von Gerichten mit der Begründung abgewiesen worden, die Bundesrepublik Deutschland genieße als souveräner Staat Immunität (d.h. ein Staat - die Bundesrepublik - kann nicht vor einem Gericht eines anderen Staates - Griechenlands - verklagt werden[1]). Am 15. Februar 2007 wies auch der Europäische Gerichtshof in Luxemburg Schadensersatzansprüche an Deutschland wegen dieses Massakers der Wehrmacht ab. Die Kläger hatten versucht, ihre Ansprüche juristisch auf ein EU-internes Übereinkommen über die Zuständigkeit und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen aus dem Jahre 1968 zu stützen, das der Gerichtshof aber in seinem Urteil für diesen Fall als nicht anwendbar ansah.[2]


Literatur

    * Eberhard Rondholz: Schärfste Maßnahmen gegen die Banden sind notwendig ... – Partisanenbekämpfung und Kriegsverbrechen in Griechenland. Aspekte der deutschen Okkupationspolitik 1941–1944. in: Repression und Kriegsverbrechen, die Bekämpfung von Widerstands- und Partisanenbewegungen gegen die deutsche Besatzung in West- und Südeuropa. Hrsg.: Ahlrich Meyer; Berlin 1997
    * Von Lidice bis Kalavryta: Widerstand und Besatzungsterror; Studien zur Repressalienpraxis im Zweiten Weltkrieg. Hrsg: Droulia, Loukia und Fleischer, Hagen; Berlin, 1999
    * Frank Hermann Meyer: Von Wien nach Kalavryta. Die blutige Spur der 117. Jäger-Division durch Serbien und Griechenland. Mannheim/Möhnesee 2002, ISBN 3-933925-22-3
    * Eberhard Rondholz: Kalvryta 1943. In: Gerd R. Ueberschär (Hrsg.): Orte des Grauens. Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Primus, Darmstadt 2003, ISBN 3896782320, S. 49–59

Aus: Wikipedia   Bild: Konstantinos Dafalias unter cc by-sa


Englischer Text:

Short in duration but very intense and cruel in consequences was the new occupation of Greece under the Italians and especially the Germans (1941-1944): Starvation, imprisonments, executions and destruction. Not only did the Greeks manage to beat the Axis armies, for the first time, in Albania, causing universal sensation and admiration but also, when they finally retreated (April 1941), they organized a national resistance force against their conquerors. The first resisting centers were organized in the area of Kalavryta. Only in 1943 did the German armies organize three operations against the resisting forces. (August 29th, October 17th, December). During the first two, a lot of destruction and murders took place. However, the third of these operations will forever remain in the memory of the Greek people and their history.

On December 6th 1943 the German armies came to Kalavryta from Tripolis, Patra, Pyrgos and Aegion. At first they reassured the frightened inhabitants about their intentions only demanding from them to hand in their guns and setting a airfew after 4 p.m. They also forbade any departures from the town. Then, they burned down the houses of those who had taken part in the national resistance.

On December 13th, at dawn, the bells started to toll. An order was given to the terrified people to gather at the schoolyard carrying a blanket and food for one day. They locked the women and children and the elderly citizens in the school, taking the young and the men to the place of execution, a field outside the town. They reassured them that they wouldn't hurt anyone but, at the same time, smoke started to come out of the houses of Kalavryta. In a few minutes the whole town was on fire. The men, who knew now that they were going to die, first witnessed the destruction of their homes and went through the agony for the future of their families in the school.

The agony and emotional torture lasted for 3 hours! At half past 12, two flares were shot in the sky from the town center. That was the signal. Then Tener, the head executioner, gives the order, and the machine-guns which were placed before the people start to breathe fire and death. More than 1000 men, priests, teachers, judges, civil servants, tradesmen, clerks, farmers and other simple people fall on the field of Kapis, bleeding, one on top or next to the other. The German soldiers walk among them and finish off the ones still alive. Out of 1,000 only 13 lived, wounded, and related in detail this big catastrophe which left its marks upon the town of Kalavryta on the ill-omended day of December 13th 1943. And all this happened as reprisals for the murder of some German soldiers, killed by the national resistance forces.

The Women of Kalavryta

Inside the building of the Grammar school, the women, children and elderly citizens of Kalavryta lived terrible hours of agony. As they were watching their houses burning they were mourning their husbands and sons as they knew what Woman's mourningwould happen to them. Then, they saw smoke coming from the basement of the school and a cry was heard 'They will bum us down; they have set the school on fire to bum us alive'. Scenes of frenzy followed that would come out of a well-made film...

The strongest of the women try to escape from the windows. Others, clutching their children move towards the exit of the building. But this is locked and carefully guarded. Yet, the guard takes pity on the women and children in danger of bumming alive. When the door subsides, he doesn't prevent them to run away from the building which is now in flames, and be saved. In this way a lot of innocent women, children and elderly were saved from horrifying death.

The winter was cold and heavy -by all means-. It is hard to describe what these women -heroines- went through, in order to recognize their dead, mourn for them, bury them and also feed and warm -in what ways really- their children and older citizens in a devastated ghost town?

The German Nazis, after setting fire to the big monasteries (Agia Lavra and Mega Spilalon), also burned down 24 more villages of the district and their churches, killed many priests and monks and 500 inhabitants too, they plundered houses and took whole flocks of sheep. Then, they returned to their camps satisfied, leaving mourning, disaster and fire behind them...

Aus: KALAVRYTA Land of Martyrs and Heroes

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Das Massaker von Oradour


Bekannt wurde der Ort durch das Massaker von Oradour am 10. Juni 1944, bei dem während eines Einsatzes der 3. Kompanie des I. Bataillons des zur SS-Panzer-Division „Das Reich“ gehörenden Panzergrenadier-Regiments „Der Führer“ im Zuge befohlener Partisanenbekämpfung der ganze Ort zerstört und fast alle Einwohner ermordet wurden.

Unmittelbar nach der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 erhielt die in Südwestfrankreich stationierte 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ unter General Heinz Lammerding (1905–1971) den Marschbefehl zur Invasionsfront nach Norden. Auf ihrem Weg dorthin verübte sie massive Vergeltung für den wachsenden französischen Widerstand gegen die deutschen Besatzer. So erhängten am 9. Juni 1944 Mitglieder der 2. SS-Panzer-Division 99 Geiseln in Tulle.

Massaker von OradourAm 10. Juni erschienen gegen 14.00 Uhr 120 Soldaten der 3. Kompanie des SS-Panzergrenadierregiments 4 im 30 Kilometer nordwestlich von Limoges gelegenen Oradour-sur-Glane. In dem Dorf vermuteten sie Kämpfer und ein Waffenlager der Résistance. Obersturmbannführer Adolf Diekmann hatte den Befehl des Regimentskommandeurs, 30 Geiseln vom Bürgermeister des Ortes benennen zu lassen, um diese gegen seinen Freund, Sturmbannführer Helmut Kämpfe, der kurz zuvor von der Résistance gefangen genommen worden war, auszutauschen. Diekmann befahl jedoch, den Ort niederzubrennen und ohne Ausnahme alle Bewohner zu töten. Der Chef der 3. Kompanie, Otto Kahn, sagte nach dem Krieg in einem Dortmunder Gerichtsverfahren aus: „Diekmann eröffnete mir, dass als Befehl die Niederbrennung und Vernichtung des Dorfes Oradour eingegangen sei, was ich auszuführen hätte.“. Die Dorfbewohner wurden zunächst auf dem Marktplatz zusammengetrieben und von der SS in Männer sowie Frauen und Kinder aufgeteilt. Die Frauen und Kinder wurden in die Kirche getrieben. Die SS-Leute zündeten daraufhin die steinerne Kirche, deren Ruine heute noch erhalten ist, an und sprengten den Kirchturm, der in das Kirchenschiff einschlug, warfen Handgranaten und schossen wahllos in die Menge. Die ca. 200 Männer, die zuvor in Garagen und Scheunen gebracht worden waren, wurden danach erschossen.

An diesem Tag starben 642 Menschen in Oradour, von denen nur noch 52 zu identifizieren waren. Unter den Toten befanden sich 207 Kinder und 254 Frauen. Nur sechs Menschen überlebten das Massaker.

Einer der Entkommenen berichtete:

    „Mein linker Arm und meine Haare haben schon gebrannt. Es war ein furchtbarer Schmerz, deshalb musste ich aus der Scheune hinaus […] Dann haben wir uns in der Scheune dahinter versteckt. Da kamen zwei SS-Leute herein. Einer stieg auf eine Leiter und hat das Stroh dort mit Streichhölzern angesteckt […] Wir sind dann aus der brennenden Scheune in die nächste gekrochen. Es gelang uns aber nicht, aus dem Ort hinauszukommen. Wir haben uns dort in Kaninchenställen verborgen. Auch die begannen schließlich zu brennen. Ungefähr um sieben Uhr abends haben wir uns hinausgewagt […] Ich bin dann weitergelaufen in Richtung Friedhof und von dort in die Felder. Sie haben mich nicht entdeckt. Von dort sah ich, dass alle Häuser in Flammen standen. Ganz Oradour brannte.“.

Strafverfolgung, Prozess und Gedenken

Diekmanns Vorgesetzter, Standartenführer Stadler, ließ gegen Diekmann kriegsgerichtliche Ermittlungen einleiten, auch Generalfeldmarschall Erwin Rommel, der deutsche Kommandant in Limoges General Gleiniger und die Regierung in Vichy protestierten gegen die Bluttat. Diekmann jedoch blieben Folgen erspart. Er fiel wenige Tage später während der alliierten Invasion in der Normandie. Auch ein Großteil der 3. Kompanie, die das Massaker begangen hatte, wurde wenige Tage später aufgerieben. Hitler hatte außerdem ein Gerichtsverfahren untersagt.

Erst in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg konnte in Frankreich eine gerichtliche Verfolgung der an dem Massaker Beteiligten eingeleitet werden. 1953 konnten nur noch 65 Täter angeklagt werden, der Rest war entweder im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkrieges gefallen oder konnte nicht mehr festgestellt werden. Am 13. Februar 1953 verurteilte ein Militärtribunal in Bordeaux 21 im Prozess anwesende SS-Soldaten, darunter 14 Elsässer. Da das französische Parlament ein Gesetz erließ, welches die gemeinsame Anklage von Franzosen und Deutschen verbot, wurden die Urteile für die beiden Gruppen getrennt verkündet. Ein Deutscher und ein Elsässer, der freiwillig in die Waffen-SS eingetreten war, wurden zum Tode, 18 Angeklagte zu Strafen zwischen 8 und 12 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Ein Angeklagter wurde freigesprochen. Das Urteil sorgte im Elsass für so große Unruhen, dass das französische Parlament ein Amnestiegesetz erließ. Das Urteil gegen die Elsässer wurde dadurch komplett aufgehoben. Die Urteile gegen die Deutschen wurden in Haftstrafen umgewandelt und die Verurteilten kurz darauf entlassen. Die beiden Todesstrafen wurden nach einiger Zeit in lebenslängliche Haftstrafen umgewandelt; 1959 wurden auch diese Täter aus der Haft entlassen.

Die Bundesrepublik Deutschland zog wegen des Massakers niemanden strafrechtlich zur Verantwortung. Weder wurden Beschuldigte zum Prozess nach Frankreich überstellt, da nach dem Grundgesetz kein Deutscher an das Ausland ausgeliefert werden darf, noch kam es in der Bundesrepublik zu einer Verurteilung. Es gab zwar eine Reihe von Ermittlungsverfahren, die aber sämtlich nicht zur Anklageerhebung führten. Die Begründung zur Einstellung der Verfahren stützte sich auf die Behauptung, der damalige Bataillonskommandeur, Sturmbannführer Adolf Diekmann, trage die alleinige Verantwortung.

Mitte der 1970er Jahre spürte die Staatssicherheit – verantwortlich für die Ermittlung bei NS-Verbrechen, in der DDR Heinz Barth auf. Während gegen ihn zunächst nur wegen seiner Beteiligung an Erschießungen in der ehemaligen Tschechoslowakei ermittelt wurde, stießen die Ermittler nach einigen Jahren auf seine Beteiligung am Massaker in Oradour. Barth war als SS-Obersturmführer der Führer des 1. Zuges des Panzergrenadier-Regiments „Der Führer“ gewesen. 45 Soldaten waren ihm unterstellt, denen er u. a. den Befehl gab, 20 Männer zu erschießen, die in einer Garage eingesperrt waren. Ihm wurde 1983 vor dem Ersten Strafsenat des Stadtgerichts Berlin der Prozess gemacht. Barth wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt. 1997 wurde er im wiedervereinten Deutschland aus dem Gefängnis entlassen. Aufgrund seiner schweren Kriegsverletzungen (er hatte ein Bein verloren) erhielt er zeitweise eine Kriegsopferrente, die ihm aber nach Protesten und der Änderung des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) entzogen wurde. Barth starb im August 2007.

Nach dem Krieg wurde ein neuer Ort neben dem alten, zerstörten aufgebaut. Den Überresten des alten Dorfes ist heute eine Mahn- und Gedenkstätte mit einem Dokumentationszentrum, dem Centre de la mémoire d´Oradour, angeschlossen. Seit 2001 entsendet der Österreichische Auslandsdienst Gedenkdiener in das Centre de la mémoire.

Aus: Wikipedia

Siehe: http://www.geschichtsthemen.de/oradour.htm

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